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Young-Jae Lee
1111 Schalen
26.10.2006 - 18.02.2007
Ausstellung | PINAKOTHEK DER MODERNE | KUNST
Auf dem Fußboden der Rotunde im 2. Obergeschoss der Pinakothek der Moderne gruppiert die koreanische Keramikerin Young-Jae Lee 1111 Porzellanschalen zu einer ungewöhnlichen Installation: Jede der Schalen steht zunächst für sich; aus dem Nebeneinander der vielen Schalen entsteht ein Dialog zwischen dem einzelnen Objekt und der Gruppe.
Jede Schale ist von Young-Jae Lee handgefertigt. Es geht in der Installation konkret um ihre Form, ihre Farbe, ihr Volumen und ihre Kontur. Durch die Anordnung im Raum entsteht ein Rhythmus, der sich aus der Unterschiedlichkeit von Größen, Weitungen, Farben, Licht und Schatten ergibt. Die einzelne Schale verweist auf die Gesamtheit aller Schalen, um dann zu sich, oder zu einer anderen zurückzukehren. Diesem Weg werden der Blick und die Aufmerksamkeit des Betrachters folgen.
Young-Jae Lee lebt und arbeitet seit 1972 in Deutschland. Sie ist Gefäßkeramikerin in einer heute selten anzutreffenden Konsequenz. Ihr Interesse gilt nicht der Erfindung neuer Formen, sondern den Variationsmöglichkeiten eines einzigen Formtyps, die sich durch minimale Abänderungen der Proportionen ergeben. In dieser Begrenzung findet sie zu einer unerschöpflichen Vielfalt. In ähnlicher Weise verfährt sie mit den Glasuren: Es dominiert eine zurückgenommene Farbigkeit aus feinen Grau- und Weißtönen sowie zarten Grün- und Blautönen; als Gegenkonzept zur Einfarbigkeit sind einige Gefäße mit einem kristallartig gefächerten Craquelé überzogen oder zeigen rosafarbene und braune Verfärbungen. Insgesamt ergibt sich ein Zusammenklang von zurückhaltender, doch kraftvoller Farbigkeit. |
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