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P.P.P. - Pier Paolo Pasolini und der Tod
17.11.2005 - 05.02.2006
Ausstellung | PINAKOTHEK DER MODERNE | GRAPHIK - KUNST
Pier Paolo Pasolini (1922-1975) - oder »P.P.P.«, wie er sich selbst bezeichnete - war Filmregisseur und Schriftsteller, aber auch Theaterautor und Schauspieler, Lyriker und Journalist, Maler und Zeichner. In seinen Gedichten im Dialekt seiner friaulischen Heimat, als Autor von Romanen und theoretischen Essays und als Regisseur Aufsehen erregender Filme richtete sich sein Blick vornehmlich auf zeitlose, archaische Themen: auf das Schicksal des Menschen, die Religion, die Sexualität, den Tod. In einer nur ihm eigenen Ästhetik des Widerspruchs bewegte sich Pasolini dabei stets jenseits aller Normen und schuf Bilder von einer seither kaum wieder erreichten Klarheit, in denen Härte und Zartheit eng miteinander verschwistert erscheinen.
Pasolinis Anspruch zielte durchgehend auf etwas Umfassendes, übergeordnet Ideales. Die Hellsichtigkeit seines Denkens und der Einfluss seines Schaffens auf eine nachfolgende Generation von bildenden wie darstellenden Künstlern lässt sich drei Jahrzehnte nach seinem Tod besser beurteilen. Als einer der ersten hat Pasolini die Krise der Menschheit im ausgehenden 20. und frühen 21. Jahrhundert, die Kultur vernichtende Rolle der Medien und des Massenkonsums vorausgeahnt.
Der Name Pasolini verbindet sich für eine breitere Öffentlichkeit bis heute vor allem mit äußeren Ereignissen, mit Tabubrüchen und Skandalen. Deshalb ist es ein besonderes Anliegen der Ausstellung, die unterschiedlichen Facetten und Inhalte seines vielseitigen Schaffens vorzustellen. Mit Zeichnungen und Gemälden, Manuskripten und Dokumenten sowie durch eine Anzahl »symbolischer« Bilder aus den Filmen werden das geistige Spektrum des pasolinischen Diskurses und seine wesentlichen Aussagen veranschaulicht. Gleichzeitig beleuchtet die Ausstellung die chronologische Entwicklung eines Werkes, das durch den Tod des Dichter-Regisseurs zu seiner äußersten Kohärenz gelangte: »Solange ich nicht tot bin, wird niemand behaupten können, mich wirklich zu kennen.« (P.P.P.) |
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