Forschung

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Transport von Gemälden nach Herrenchiemsee

In der Inventarabteilung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen entsteht zur Zeit ein Verzeichnis der Verluste des Zweiten Weltkriegs. Auslöser für das Projekt waren sechs italienische Gemälde des 18. Jahrhunderts, die 2008 in einem kleinen Auktionshaus in den USA auftauchten und auf dem Vergleichswege zurückerworben werden konnten. Sie befanden sich bis 1945 in der Dienstwohnung eines hohen Parteifunktionärs. Mit etwa 700 Verlusten ist nach derzeitigem Forschungsstand zu rechnen, in vielen Fällen ist freilich von einer Zerstörung durch Kriegseinwirkung auszugehen. Ausschließlich handelt es sich dabei um Werke, die als Dauerleihgaben im Lande verstreut waren und nicht geborgen werden konnten. Die Gemäldebestände der Münchner Häuser und der Zweiggalerien der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben den Krieg bekanntlich verlustfrei überstanden.