FRAUEN
30.03.2012 - 15.07.2012
Pinakothek der Moderne
PALAIS PINAKOTHEK
Kunstvermittlung hat im Kunstareal ein eigenes Haus. Das Palais Pinakothek ist ein historisches Gebäude mit bewegter Geschichte. Heute bietet es Raum für Kreativität und einen unkomplizierten Zugang zur Kunst. Ausgehend von Werken und Themen in den Sammlungen und Ausstellungen unserer Museen finden hier Workshops, Seminare und das Kinderpalais statt. Das Museumspädagogische Zentrum ist mit einer eigenen Werkstatt zu Gast. Jeden zweiten Sonntag im Monat gibt es das Offene Palais. Dort können Sie ohne Anmeldung an ausgewählten Angeboten unserer Kunstvermittlung teilnehmen.
1842/44 Der Architekt Franz Jakob Kreuter (1813-1889), ein Schüler von Friedrich von Gärtner, errichtet im Auftrag des königlich bayerischen Kämmerers und Obersthofmeisters Graf Friedrich Wilhelm Alfred von Dürckheim-Montmartin (1794-1879) das Palais Dürckheim an der Türkenstraße 4 in prominenter Nachbarschaft zum 1845/48 gebauten Wittelsbacher Palais.
1855 Die königlich preußische Staatsregierung kauft das Palais Dürckheim im Oktober und das Adelspalais wird Sitz der Preußischen Gesandtschaft am königlichen Hofe in Bayern. Verschiedene bauliche Veränderungen werden durchgeführt. Im September 1909 zieht die preußische Gesandtschaft dann in den von Max Littmann entworfenen und von Wilhelm II. gestifteten Neubau an der Prinzregentenstraße (heutige Sammlung Schack).
1912 Umbau der Fassade (heutiger Zustand). Im August 1912 erwirbt Graf Maximilian von Drechsel, Kämmerer und Major a.D., das Anwesen von der K. Preußischen Regierung.
1937 Am 2. April 1937 erwirbt das Deutsche Reich (Reichspolizeifiskus) das Gebäude, in dessen unmittelbarer Nähe sich seit Herbst 1933 die Münchner Gestapo-Zentrale im ehemaligen Wittelsbacher Palais einquartiert hat, und richtet dort ein Polizeikrankenhaus ein.
1945 Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches und der Befreiung Münchens durch die amerikanischen Truppen wird das durch Fliegerangriffe beschädigte Gebäude samt Inventar von der amerikanischen Militärregierung beschlagnahmt.
1946 Das im Mai 1946 gegründete Landeserkennungsamt, das spätere Landeskriminalamt (LKA), bekommt Räumlichkeiten in der Türkenstraße 4 zugewiesen. Bis 1968 arbeiten hier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Kriminaltechnik.
1961 Die Stadt München erwirbt vom Freistaat Bayern im Tausch gegen den Luitpold-Park das Grundstückareal Brienner-/Türkenstraße. Auf dem Gelände sollte ursprünglich das städtische Kulturhaus (»Gasteig«) entstehen.
1968 Nach dem Umzug des LKA in die Maillingerstraße steht das Gebäude leer und ist, wie der Münchner Merkur im Juli 1970 berichtet, aufgrund der Baumaßnahmen für den Altstadt-Ring »von der Spitzhacke bedroht«.
1977 Das Palais Dürckheim wird von der Bayerischen Landesbank erworben und als internes Schulungszentrum genutzt.
29.11.2004 Das Palais Dürckheim wird den Pinakotheken von der Bayerischen Landesbank im Rahmen einer Public Private Partnership überlassen.
29.04.2006 Eröffnung des Hauses als Zentrum der Kunstvermittlung unter dem Namen »Palais Pinakothek«.
Kunstvermittlung des 21. Jahrhunderts stellen wir unter den Weitblick von John Cage:
»Die moderne Kunst des 20. Jahrhunderts hat eine sehr, sehr gute Arbeit geleistet. Welche Arbeit? Die Augen der Leute zu öffnen. Was Besseres hätte man da machen können? Aber jetzt müssen wir unsere Aufmerksamkeit anderen Dingen zuwenden, und diese Dinge sind sozial.« (1986)
In der Auseinandersetzung mit Kunst steckt ein entscheidendes Potential für die individuelle Entwicklung. Kunstbetrachtung regt Denkprozesse an. Sie fördert die Wahrnehmungsfähigkeit und bereichert unsere Sicht auf die Welt. Neben der Weitergabe von Wissen geht es im Palais vor allem um die Vermittlung künstlerischer Prozesse und ihre Verbindung zum alltäglichen Leben. Es geht um das Mitwirken und Selbermachen. Künstlerische Arbeitsweisen praktisch und konkret nachzuvollziehen, gibt Impulse für den Lebensalltag, stärkt kreative, soziale und ethische Kompetenz. Deshalb will das Palais Pinakothek die Kunst in das Leben möglichst vieler Menschen bringen. Mit wechselnden thematischen Programmen und vielfältigen methodischen Ansätzen werden aktive Einstiegsmöglichkeiten zu den Kunstwerken der Pinakotheken und des Museum Brandhorst gegeben.
Das Konzept zur Eröffnung des Palais Pinakothek im April 2006 wurde entwickelt von Susanne Kudorfer, Ute Marxreiter, Jochen Meister, Kristine Oßwald, Sylvia Panter und Annette Philp.
Sie erreichen das Palais Pinakotheken mit der
Tram
Linie 27: Haltestelle Pinakotheken
U-Bahn
U3 | U4 | U5 | U6: Haltestelle Odeonsplatz
Oder mit dem Bus
Linie 100 (Museumslinie): Haltestelle Pinakotheken
Linie 100 (Museumslinie): Haltestellen Maxvorstadt/ Sammlung Brandhorst
Parkplätze sind nicht vorhanden
Palais Pinakothek | Kunstvermittlung
Türkenstraße 4
80333 München
T +49.(0)89.23805-284
palais@pinakothek.de