GEORGE STUBBS
26.01.2012 - 06.05.2012
Neue Pinakothek
Sammlung Moderne Kunst
Dreh- und Angelpunkt dieses Ausstellungsprojektes sind drei Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts und ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Frauen bzw. mit der Rolle, die sie Frauen in ihrer Kunst beimessen. Unabhängig von allen drei Künstlern gemeinhin angehängten Klischees - Macho-Allüren, Fixierung auf geläufige Muster usw. - geht die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Frau weit über einseitige Festlegungen hinaus, ja ist davon unabhängig. Frauen treten in der Kunst von Picasso, Beckmann und de Kooning um ein Vielfaches differenzierter und als bisher angenommen radikaler auf. Sie sind von ungemein eigenständiger Bedeutung und werden immer wieder zu einem sensiblen Spiegel der Probleme und Umbrüche innerhalb der Zeitgeschichte. Sie sind nicht lediglich Projektions-fläche männlicher Sehnsüchte, Leidenschaften und Begierden. Für Picasso sind sie Katalysator für eine Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie wie der Geschichte der jeweiligen Zeit. Bei Beckmann werden sie zum in sich vollkommen freien, unabhängigen Gegenbild. Bei de Kooning schließlich werden sie zur eigenständigen Kraft, in der die Ausdrucksmöglichkeiten künstlerischer Arbeit kulminieren.
Die Ausstellung umfasst mit ca. neunzig Gemälden, Werke aus den wichtigsten internationalen Museen und Privatsammlungen. Parallel erscheint ein reich bebilderter und interdisziplinärer Katalog in deutscher und englischer Sprache. Ein umfangreiches Veranstaltungs- und Kunstvermittlungsprogramm begleitet die Ausstellung.