FRAUEN
30.03.2012 - 15.07.2012
Pinakothek der Moderne
Mit Unterstützung der Udo und Anette Brandhorst Stiftung hat der britische Künstler Isaac Julien »Ten Thousand Waves« 2010 vollendet; die Deutschlandpremiere fand daher im Museum Brandhorst statt, das nun eines von nur drei Exemplaren der Arbeit besitzt. »Ten Thousand Waves« ist ein filmischer Essay über die vor Energie berstende Metropole Shanghai. Ausgangspunkt ist eine chinesische Legende über die Göttin Mazu (M. Cheung), die in Seenot geratene Schiffer ans sichere Ufer geleitet. Julien kombiniert dies mit zwei weiteren Episoden. Zum einen die Erinnerung an einen tragischen Unglücksfall, bei dem 2005 in England 23 illegal eingereiste Chinesen in einer Springflut ertranken. Zum anderen handelt es sich um nachgestellte Szenen eines während der 30er Jahre in Shanghai gedrehten Films über das Schicksal einer Mutter, die zur Prostituierten wird.
Treffpunkt ist in der Eingangshalle des jeweiligen Museums an der Information. Die Führung ist im Eintrittspreis inbegriffen.